Orangensaft

Sprudel

 

Orangensaft gehört nicht in die Liste meiner Getränkefavoriten und dennoch gibt es einen Orangensaft, der mein Herz erobert hat: der moussierende Orangensaft mit dem gewissen Kick.

moussieren (frz. mousse = Schaum) (engl. happy bubbles =  ° o O o °  °°)

Anfang April habe ich euch das Ferment Kurkuma & Ingwer in Honig vorgestellt. Ist dieses Ferment so richtig aktiv und blubbert ordentlich vor sich hin, möchte man natürlich die Aktivität nutzen und andere Fermente damit starten. In der Fermentewelt geistern viele Rezepte für fermentierte „Orangina“ herum und was liegt näher, als sich ein paar Saftorangen mit nach Hause zu nehmen und mit dem „Bug“ (engl. für Bazille, meint hier aber wilder Starter) anzuimpfen.

Habt ihr einen sehr aktiven wilden Starter erzeugt und ist euer Orangensaft gut fermentiert, dann sieht das Ergebnis nach 48 Stunden so aus: Die Gummikappe fliegt mit einem Ploppgeräusch von der Flasche und der Orangensaft fängt freudig an zu sprudeln.

 

 

Fermentierter Orangensaft

  • ein 1-Liter-Glas
  • Haushaltspapier oder Kaffeefilter
  • Gummiband oder Deckelring
  • eine 1-Liter-Glasflasche mit
  • Gummikappe / Mostkappe

Die acht Saftorangen auspressen. Ich habe dazu eine ganz einfache Zitruspresse genommen und das dabei anfallende Fruchtfleisch ebenfalls in den ausgepressten Orangensaft gegeben. Den frisch gepressten Orangensaft (circa 800 ml)  in das 1-Liter-Glas gegeben und mit Leitungswasser auf einen Liter auffüllen. Für den „Bug“ (wilder Kurkuma-Ingwer-Starter) darf der Säuregehalt nicht zu groß sein, deshalb das zusätzliche Leitungswasser.

In den verdünnten Orangensaft zwei Esslöffel vom „Bug“ geben und verrühen. Das Glas mit einem Kaffeefilter oder Haushaltspapier abdecken und ab jetzt immer mal wieder umrühren.

Nach spätestens 24 Stunden sind die ersten Bläschen an der Oberfläche zu sehen und nach 36 Stunden ist das Fruchtfleisch aufgetrieben. Es wird Zeit, den gut anfermentierten Orangensaft durch ein Sieb in die Glasflasche zu füllen. Nach insgesamt 48 Stunden bei Raumtemperatur ist der fermentierte Orangensaft fertig und wandert in den Kühlschrank. Gut gekühlt schmeckt dieser ganz spezielle Orangensaft am besten.

Eine Anleitung in Wort und Bild findest du durch Anklicken der einzelnen Bilder.

 

 

 

8 Gedanken zu “Orangensaft

  1. Pingback: Kurkuma & Ingwer in Honig | Wilde Fermente

  2. Hallo Isa,
    wenn ich gerade keinen Kurkuma-Ingwer-Honig-Bug da habe, welchen Bug könnte ich für den Orangensaft noch benutzen? Muss es ein Ferment mit Honig sein?
    Danke und liebe Grüße,
    Susanne

    • Hallo Susanne,
      du könntest deinen Orangensaft mit überzähligen Wasserkefirknöllchen versetzen und die Knöllchen ihre Arbeit machen lassen. Dann wäre da noch der „ginger bug“. Den musst du dir aus geraffeltem Ingwer (Bioqualität & mit Schale), Rohrohrzucker und Wasser heranzüchten. Dazu gibt es viele Anleitungen im Internet. Leider habe ich noch keinen Beitrag zum „ginger bug“ auf dem blog. Das kommt hoffentlich bald. In der Facebookgruppe gibt es ein Fotoalbum zum „ginger bug“ bzw. Ingwerbier.
      Liebe Grüße,
      Isa

    • Hallo Jasmin,
      Im Rezept steht: Haushaltspapier oder Kaffeefilter und Gummiband oder Deckelring. „Deckel“ steht da nirgends. Das Glas wird mit Papier abgedeckt und dieses Papier wird mit einem Gummiband oder DeckelRING fixiert. Ich habe noch drei weitere Bilder in die Galerie eingefügt, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen. Herzlichst, Isa

  3. Ich habe 800 ml Orangensaft mit 200 ml entsafteter Mango und 250 ml Wasser angesetzt. Für mich persönlich ist das die geschmackliche Königsdisziplin. Vielen Dank für das tolle „Bug“-Rezept.

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