Curtido – scharfes Sauerkraut aus El Salvador

Fertiges-Curtido

Curtido ist ein Salat, der in El Salvador zusammen mit Pupusas, gefülltem Fladenbrot, gereicht wird. Die hier vorgestellte scharfe fermentierte Variante wird auch den letzten Sauerkrautskeptiker überzeugen.

1 Weißkohl, mindestens 1 kg
300 g Karotten
200 g rote und weiße Zwiebeln (gemischt)
3 Knoblauchzehen
5 Chilischoten Birds Eye
1 TL Gochugaru
1 gestr. EL Oregano
30 g unraffiniertes Ursalz/Steinsalz

ein 1½ -Liter-Bügelglas
ein Gewicht

Den Weißkohl putzen, vierteln und den Strunk herausschneiden. Die Viertel fein hobeln. Die Karotten mit der Gemüsebürste abschrubben, abtrocknen und mit der groben Reibe raffeln. Die Zwiebeln pellen und fein hobeln. Knoblauchzehen pellen und in kleine Würfel schneiden. Diese Zutaten in einer großen Schüssel mit den Gewürzen und dem unraffinierten Ursalz so lang verkneten und massieren bis genug Lake entstanden ist. Das Kraut in das Bügelglas schichten, wobei da drauf geachtet werden muss, dass keine Luftblasen eingeschlossen werden. Das Kraut muss von der Lake bedeckt sein. Zum Schluss das Kraut mit Gewichten beschweren und das Bügelglas verschließen. Bei Zimmertemperatur dunkel aufstellen und circa drei Wochen fermentieren lassen. Mindestens. Kohlfermente werden mit der Zeit immer besser, runder und ausgewogener im Geschmack.

Eine Anleitung in Wort und Bild findest du durch Anklicken der einzelnen Bilder.

11 Gedanken zu “Curtido – scharfes Sauerkraut aus El Salvador

  1. Moin 🙂

    Vielen Dank für die schönen Rezepte. Das Curtido schmeckt mir sehr gut 🙂
    Ein mal mit Bratkartoffeln gegessen, das nächste mal mit Kohlrabi-Käse-Ei, beide Male als Salatbeilage….jamjam
    Das werde ich öfters machen 🙂

    Viele Grüsse *winke
    Susanne

    • Hallo Manu,
      ich esse meine Fermente fast immer roh, weil es mir um die Bakterien geht. Ich möchte etwas für meine Darmgesundheit tun und deshalb koche ich die Fermente meistens nicht.
      Liebe Grüße, Isa

  2. Pingback: Currykraut – denn Sauerkraut ist nicht gleich Sauerkraut | Wilde Fermente

  3. Hallo Isa,

    ich stelle mir (oder eher dir 😉 ) die Frage, warum das Curtido im Gegensatz zu den Sauerkrautrezepten nur 3 Wochen fermentieren muss. Die Zutaten z.B. im Currykraut sind doch ähnlich?

    Viele liebe Grüße,
    Regine

    • Hallo Regine,
      im Curtido sind sehr viele Zwiebeln und diese haben einen hohen Inulingehalt. Inulin ist bestes Bakterienfutter und das Ferment kommt dadurch sehr schnell in Fahrt. Curtido wird in El Salvador auch unfermentiert gegessen und die hier angegebene Zeit zollt dieser Tatsache Tribut. Wer dringend absolut low carb essen muss, sollte eher auf die üblichen 6 Wochen gehen.
      happy bubbles ° o O o ° °° Isa

  4. Hallo Isa,

    kann man statt Gochugaru auch etwas anderes nehmen? Cayennepfeffer oder gemahlene Chiliflocken z.B.?

    Danke und viele Grüße,
    Karina

    • Hallo Karina,
      das empfehle ich nicht bei Kimchi, denn Gochugaru ist im Geschmack, der Schärfe und seiner Wirkung auf die Bakterien im Wilden Ferment sehr speziell. Bei Curtido kannst du aber andere “Scharfmacher” nehmen oder auch ganz weglassen. Gochugaru hat im Curtido nicht die Bedeutung wie im Kimchi.
      Viel Erfolg & happy bubbles ° o O o ° °°
      Isa

  5. Hallo Isa,
    Ich möchte das Curtado machen und habe eine Frage zu den Chilischoten. Kommen die als ganze zum Kraut oder kleingeschnitten? Vielen lieben Dank für die Antwort und die tollen Rezepte.
    Viele Grüße von Martina

    • Liebe Martina,
      die Birds Eye Chilis, die ich hier kaufen kann, sind getrocknet. Die lassen sich also sehr leicht zerbröseln und über den Kohl streuen. Aber Achtung, Bird’s Eye Chilis sind wirklich scharf. Du kannst auch probeweise einen Ansatz mit ein oder zwei Schoten machen.
      Herzliche Grüße,
      Barbara

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